Das Inntal-Gymnasium hat sich für das Erasmus + Programm im europäischen Raum beworben.
Das Programm finanziert unterschiedlichste Bereiche, bei denen unsere Lehrer die Möglichkeiten haben in anderen Schulen zu hospitieren, internationale Fortbildungen zu besuchen und mit ausgewählten Schülergruppen internationale Projekte mit anderen Schulen zu gestalten. Neben der Gruppenmobilität können unsere Schüler bis zu 365 Tage im europäischen Ausland eine andere Schule besuchen.
Neue Ideen für den Unterricht und einer internationalen Erasmus Zusammenarbeit mit einer Schule in Cartaxo / Portugal hat Astrid Straßer, Erasmus-Koordinatorin unserer Schule, im November 2025 an einem Job-Shadowing in Cartaxo, Portugal, gesammelt. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer neuen Gruppenmobilität zum Thema Nachhaltigkeit, Abfallwirtschaft und regionalem Tierschutz – kombiniert mit Street Art. Inspiriert von den Werken des portugiesischen Künstlers Bordalo II, der für seine Upcycling-Kunst bekannt ist, sollen aus Abfallmaterialien beeindruckende bunte Tier-Skulpturen entstehen, die auf Umweltschutz und Artenvielfalt aufmerksam machen. Unter dem Titel UUAAC – Upcycling Urban Art Animal Care werden Schüler beider Schulen gemeinsam Kunstwerke gestalten. Das Projekt UUAAC soll nicht nur kreatives Arbeiten fördern, sondern auch das Bewusstsein für Umweltschutz und regionale Tierschutzinitiativen stärken. Durch den Einsatz von recycelten Materialien wird gleichzeitig die Abfallwirtschaft in den Fokus gerückt. „Es ist beeindruckend, wie Kunst und Nachhaltigkeit hier Hand in Hand gehen“, so Straßer. „Unsere Schüler haben die Chance, sich aktiv für den Umweltschutz einzusetzen und dabei internationale Erfahrungen zu sammeln.“ Aktuell werden an beiden Schulen die ersten Kunstwerke im Rahmen des Erasmus-Programms erstellt, die im März in Portugal und im Mai in Raubling umgesetzt werden. Das Job-Shadowing in Portugal hat nicht nur neue Impulse für den Unterricht gebracht, sondern zeigt auch, wie internationale Zusammenarbeit und kreative Projekte den Schulalltag bereichern können. Mit UUAAC wird Nachhaltigkeit greifbar – und bunt!
12 Schülerinnen und Schüler, 2 Lehrerinnen, 1 Ziel – Sizilien/ Leonforte. Vom 12.10.2025 bis 19.10.2025 durfte eine deutsche Schülergruppe an der Gruppenmobilität „Europa is(s)t regional, nachhaltig und biologisch“ teilnehmen. Ermöglicht wurde der kulturelle Austausch durch das von der EU kofinanzierte Erasmus+Projekt und den zwei sehr engagierten Lehrkräften Caroline Schranz und Astrid Straßer.
Nachdem die italienischen Austauschpartner bereits im Mai 2025 in Raubling zu Besuch waren, erfolgte nun der zweite Teil des Projekts in Sizilien. Die Jugendlichen hatten in nur einer Woche die Möglichkeit, tief in die sizilianische Lebensweise einzutauchen, indem sie unter anderem die regionale und biologische Lebensmittelindustrie kennenlernen durften. Auf dem Programm stand ein Besuch eines nachhaltigen Käsereifamilienbetriebs, eine Führung durch eine traditionelle Olivenölpresse sowie das Helfen und Verkosten auf einer Pfirsichfarm. Auch der kulturelle Aspekt war durch zahlreiche Führungen in Kirchen, Städten und Tempelanlagen vertreten. Außerdem wurde es den Jugendlichen nicht nur ermöglicht einer traditionellen Tanzstunde der Kinder aus Leonforte beizuwohnen, sondern auch eine ortsansässige Schmuckdesignerin in ihrem Atelier zu besuchen. Ein Muss für Sizilienbesucher ist natürlich auch das Wandern auf den Vulkan Ätna und der daraus entstandenen Grotte „Gole dell’Alcantara“ sowie das Baden am atemberaubenden Strand von „Scala dei Turchi“ (im Oktober!).
Abgesehen davon, dass die Woche mit den extrem gastfreundlichen Italienern unvergesslich war, hatten die Schüler/innen die einmalige Chance ihren Horizont um einiges zu erweitern. So trägt das Programm zum Beispiel maßgeblich zur Völkerverständigung bei, da die Jugendlichen den ganzen Tag mit einer anderen Kultur und Lebensmentalität konfrontiert sind. Dies führt automatisch zu einer tiefen Auseinandersetzung mit dem Leben im anderen Land und dem Verhalten der Bevölkerung vor Ort. Das Programm bringt daher Menschen und Jugendliche zusammen und ermöglicht Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. Genau das ist es, was wir in der heutigen Zeit brauchen, einander verstehen und zusammenhalten, um Kriege und Auseinandersetzungen zu verhindern.
Zwölf Schüler:innen des Inntal-Gymnasiums Raubling nahmen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Caroline Schranz und Astrid Straßer am Erasmus+ Austauschprogramm mit einer Partnerschule in Leonforte in Sizilien teil. Vom 6. bis 11. Mai 2025 besuchten die italienischen Gäste Deutschland. Im Zentrum des gemeinsam erarbeiteten Projekts stand das Thema nachhaltige, biologische und regionale Ernährung.
Die Woche begann mit dem Besuch des Bio-Bauernhofs Herrmannsdorf, wo artgerechte Tierhaltung im Freiland, das Tierwohl und Nachhaltigkeit anschaulich vermittelt wurden. Durch die viele Informationen wurde ihnen gezeigt, wie eine artgerechte Tierhaltung aussieht und mit welchem Respekt wir Tiere behandeln sollten. Eine weitere Station am ersten Tag war eine Führung durch die ortsansässige Brauerei Flötzinger in Rosenheim. Diese setzt auf die Verwendung von regionalen Zutaten, wie Wasser aus eigenen Quellen und Malz von lokalen Bauern. Dadurch reduzieren sich Transportwege und der CO2-Ausstoß erheblich. Am nächsten Tag ging es mit dem Fahrrad quer durchs Inntal. Das Gemüsefeld der Familie Schmid „Kraut & Rüben“ in Neubeuern bot den Schülern eine interessante Führung und Vorstellung ihres Gemüseanbaus und ihrer biologischen Landwirtschaft. Um eine ertragreiche Ernte das ganze Jahr über zu erzielen, produzieren sie ihre eigenen nährstoffreichen Erden, indem sie nachhaltig kompostieren und Bioabfälle neu verwerten. Auch beim Anbau verzichten sie nicht nur auf Pestizide, sondern achten auch auf eine Pflanzendiversität zugunsten der verschiedenen Insekten. Der nächste Stopp an diesem Tag war die Bäckerei Leitner, wo alle gemeinsam die Möglichkeit hatten, Brezen selber zu backen und anschließend auch einen Einblick in die Bäckerei und deren Betrieb bekamen.
Im Anschluss besuchten sie die Inntalnuss, ein kleinen regionalen Familienbetrieb rund um das Thema Walnuss. Dort lernten sie dank einer Führung verschiedenste Verarbeitungsmöglichkeiten der Walnuss und auch der Walnussbäume kennen. So erfuhren sie nicht nur, dass man aus den Blättern Tee herstellen kann, sondern auch wie man am Effektivsten Walnüsse erntet und verarbeitet.
Ein kulturelles Highlight war der Besuch von Schloss Herrenchiemsee. Eine anschließende Wanderung zum Spitzsteinhaus mit Übernachtung, wo sie gemeinsam aus biologischen und regionalen Produkten der Öko-Modell-Region geschnippelt, gekocht und gegessen wurde. Der Freitag stand ganz im Zeichen alpiner Pflanzenkunde, wo sie sich in einem Workshop einer Master Geologie Studentin intensiv mit den dort heimischen Pflanzen und Kräutern beschäftigten. Für die italienischen Freunde waren einige der Arten komplett unbekannt, aber auch der deutsche Teil der Gruppe lernte allerhand Neues und Interessantes.
Nach unserem Abstieg von der Hütte hatten sie das Glück, den Tag der Blasmusik in Nussdorf am Inn miterleben zu dürfen. Fünf regionale Musikkapellen traten auf und begeisterten unseren Besuch mit typisch bayrischen Märschen und vor allem mit der traditionellen Tracht.
Am Samstag entdeckten die Gäste bei einer Schnitzeljagd Münchens Sehenswürdigkeiten und besuchten zum Abschluss abends die Oper „Don Carlos“ im imposanten Nationaltheater. Leider hieß es am Sonntag Abschied zu nehmen. Alle freuen sich auf den Gegenbesuch in der sizilianischen Region mit ihren regionalen und biologischen Produkten und Erzeugern.
Die abschließende Feedbackrunde hat gezeigt, dass die intensive Beschäftigung mit dem Nachhaltigkeitsgedanken im Erasmus Projekt das Bewusstsein für gesunde Ernährung, Umweltschutz und lokale Wertschätzung gestärkt hat. Die Schülerinnen und Schüler wollen in Zukunft nun mehr auf ihre Essgewohnheiten achten und hinterfragen woher die Produkte, die sie täglich essen, stammen.
Das Projekt, unterstützt von der EU, förderte nicht nur den interkulturellen Austausch und die sprachliche Kompetenzen, sondern schärfte auch das Bewusstsein für nachhaltige biologische Ernährung und lokale Produktion.
Unsere Lehrerin Astrid Straßer nahm eine Woche an einen "European Teacher Training Course" auf Kreta teil. Mit 35 Lehrern aus sieben europäischen Staaten konnte sie sich über die interkulturellen Austauschprojekte, deren Planung und Durchführung sowie Förderprogramme informieren und konnte Kontakte mit anderen europäischen Schulen für gemeinsame Projekte schließen.
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